Eine Wärmepumpe macht aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme. Ob sich das in Ihrem Haus rechnet, hängt an einer einzigen Zahl: der Vorlauftemperatur.
Je niedriger die Temperatur, mit der Ihre Heizung auskommt, desto weniger Strom braucht die Wärmepumpe. Der Unterschied ist erheblich: Bei 35 °C über eine Fußbodenheizung sind rund 4,3 Kilowattstunden Wärme je Kilowattstunde Strom realistisch, bei 55 °C über Bestandsheizkörper nur noch etwa 3,0. Das sind über 40 Prozent Unterschied bei den Betriebskosten.
Die gute Nachricht: Man muss dafür selten das ganze Haus dämmen. Größere Heizkörper in wenigen kritischen Räumen und ein hydraulischer Abgleich bringen die Vorlauftemperatur oft um 10 bis 15 °C herunter – für einen Bruchteil der Kosten einer Fassadendämmung.
Aus Verbrauch und Gebäudedaten ergibt sich, wie viel Leistung nötig ist. Eine zu groß gewählte Wärmepumpe taktet und verschleißt schneller.
Reichen die vorhandenen Heizkörper bei niedriger Vorlauftemperatur? Falls nicht, werden einzelne getauscht – das ist meist die günstigste Maßnahme.
Vor der Auftragserteilung, sonst entfällt der Zuschuss. Üblich ist ein Vertrag mit aufschiebender Bedingung.
Fundament, Außengerät, Innengerät, Speicher, Hydraulik. Dazu die eigene Absicherung und die Steuereinrichtung nach § 14a EnWG.
Hydraulischer Abgleich und Heizkurve. Dieser Schritt entscheidet über die laufenden Kosten und wird am häufigsten vernachlässigt.
Der Vergleich, auf den es ankommt: bisherige Heizkosten gegen Wärmepumpenstrom.
Bestandsheizkörper, nach Tausch einzelner Heizkörper 45 °C Vorlauf, Jahresarbeitszahl 3,4.
Bliebe die Vorlauftemperatur bei 55 °C, läge die Jahresarbeitszahl bei rund 3,0 und die Stromkosten bei etwa 1.716 € – die Ersparnis schrumpft auf 924 €. Das ist der Unterschied, den ein Heizkörpertausch für ein paar hundert Euro ausmacht. Mit eigener Photovoltaik sinken die Stromkosten weiter, weil ein Teil des Wärmepumpenstroms vom Dach kommt. Alle Werte sind Annahmen mit Ihren Preisen nachzurechnen.
Unser Rechner ermittelt aus Ihren Gebäudedaten die Heizlast, die passende Gerätegröße, die zu erwartende Jahresarbeitszahl und Ihren voraussichtlichen KfW-Zuschuss. Ohne Anmeldung, ohne Datenübertragung.
Wir sagen es Ihnen ehrlich – auch dann, wenn die Antwort „noch nicht" lautet.
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